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27.09.2009 00:27 #1
Faro: "Hauen und Stechen" im Kommunalwahlkampf
In Portugal wird nicht nur am 27.09. ein neues Parlament gewählt, zwei Wochen später am 11.10. finden auch Kommunalwahlen statt. Und bei dem Kampf um den Bürgermeisterposten gibt es an der Algarve vor allem in Faro "Hauen und Stechen" unter den Bewerbern.
In der Algarve-Hauptstadt wird der jetzige Amtsinhaber (von der PS, in etwa dt.SPD) von dem Bürgermeister von Tavira (von der PSD, in etwa dt. CDU) herausgefordert.
Die erste "Schlacht" vor Gericht hat gerade der Herausforderer gewonnen. Auf den Wahlzetteln, die im Auftrag der Stadt gedruckt wurden, war das Symbol für die PS 11 mm, das Symbol für die Partei des Herausforderers nur 6,5mm gross. Die Namen der Herausforderer waren in kleinen Buchstaben, statt wie vorgeschrieben, in Grossbuchstaben geschrieben. Ergebnis: Die Stimmzettel müssen neu gedruckt werden, den Schaden hat vermutlich der Steuerzahler.
Nebenbei: In Gondemar in Nordportugal passierte Ähnliches mit dem Stimmzettel. Auch hier muss auf gerichtliche Anordnung neu gedruckt werden.
Die Anhänger der beiden Kontrahenten gehen jedoch noch weiter. So wurde das Wahlkampfbüro des Herausforderers (PSD) verwüstet und dort Zettel mit der Aufschrift "Eu sou o cangalheiro de Tavira, agora quero ser o coveiro de Faro" (Ich bin der Bestattungsunternehmer von Tavira, jetzt will ich der Totengräber von Faro werden) hinterlassen.
Der jetzige Amtsinhaber kontert, dass sein Wahlkampf-Auto beschädigt wurde und auf einem Plakat mit seinem Konterfei "morte" (Tod) geschrieben wurde. Die unterschiedliche Beschriftung der Wahlzettel ist für ihn "meramente técnica" (lediglich technisch bedingt).
Als Aussenstehender fragt man sich, was ist so begehrenswert an einem Bürgermeisterposten, dass die Kontrahenten bzw. ihre Anhänger derart kriegerisch und ohne Stil miteinander umgehen??
Quellen:
http://www.barlavento.online.pt=3640
http://www.observatoriodoalgarve.com...=31816
http://jn.sapo.pt/paginainicial/pais...ent_id=1365203
Algarve-Blog vom 26.09.2009
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27.09.2009 11:29 #2
Hallo HJB,
das kann ich Dir sagen was dran ist an so einem Posten.
Bei uns bauen die gleichen Firmen die für den Um- und Ausbau
des Marktplatzes verpflichtet wurden, zufälligerweise auch das neue
Monsterhaus des scheidenden Bürgermeisters. Diese Firmen kommen natürlich auch nicht aus unserer Region. Ein kleiner Caso Freeport.
Gruss René
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