| Auswandern, Leben und Arbeiten Ob Dauerurlaub und begrenzter Job-Aufenthalt, um Umzug innerhalb der EU oder Lebensabend im Süden: Hier finden Sie Wissenswertes zum längeren Aufenthalt in Portugal. Sie sind Resident oder Sie suchen Kontakt zu deutschsprachigen Residenten? Sie möchten wissen, wo es bestimmte Produkte zu kaufen gibt, wie man mit Ämtern und Behörden klar kommt oder was man sonst in Portugal beachten sollte? Hier ist der beste Platz für solche Themen. |
Portugal-Impressionen
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Forianer
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Un weiter gehts für die, die diese Geschichte noch nicht kennen,
In PORTUGAL Am nächsten Tag nach unserem Frühstück stand auf einmal Dr. H neben uns. Wir checkten wieder aus, da für uns schon im Hotel Braganca reserviert war. Also keine 100 Meter weiter. Der erste Tag verging wie im Flug, wir fuhren mit Dr. H. raus nach Pedrulha wo unsere Fa. 2 Hallen gemietet hatte, eine ca. 100x30 Meter Und die andere etwa die Hälfte. Es stand schon AGFA drauf. Wir gingen rein, aber da war nix total leer! Die nächsten Tage kam ein LKW nach dem anderen und im laufe der nächsten Woche kamen auch die anderen Mitstreiter. Ach ja, mein Freund Sch. Otto hatte in Spanien im selben Hotel wie ich übernachtet und mir meinen Pass wieder gebracht . Hatte damit aber mal Schwierigkeiten, weil ich keinen spanischen Ausreisestempel drin hatte. Sehr komplizierte Sache (damals). Zum Mittagessen, besuchten wir die verschiedensten Lokale und langsam nach einigen Durchfällen konnte ich mich auch an die in Olivenöl triefenden Pommes gewöhnen. Zu meinen Leibspeisen zählten am Anfang Febras con Molho Arroz e Batatas, Frango na Puccara , Prego no Prato or no Pao, E Sandes de Queiso or Fiambre und natürlich mein geliebter „ Toasta mista“ Einmal waren wir abends zusammen essen im Restaurant Texas, ich glaube es war noch in der ersten Woche, Helmut , Rudi , Schorschi und ich jeder bestellte sein Ding , Helmut auch, er wollte dazu portugiesischen Wein und bestellte Portwein bekam er auch , der einzige Kommentar, „ ganz schön schwer der Lümmel „. Hat die ganze Flasche mit Rudi getrunken, ich habe den Ober nach größeren Bierflaschen gefragt, jetzt wussten Sie, die Deutschen sind da! Dann entdeckten wir Sie, die Fabrica de Cerveija –Die Bierfabrik Es wurde zu meinem Stammlokal, eines von vielen. Es gab dort Krüge mit 0,5l ein Traum, es wurde an zünftigen Holztischen dem Akloholismus gefrohnt. Es standen immer Erdnüsse , Tremossos und kleine Scampis an den Tischen- kostenlos!!! Na ja da hatte Portugal auch noch die Kolonien, den das Zeug kam alles aus Mosambik, ich meine die Scampis. Aus einem Heimaturlaub habe ich mal einen Maßkrug mitgebracht und Ihn als Stammglas dort eingeführt, vielleicht steht er noch dort! Ich kam nun schon ganz gut zurecht und stand gut im Futter. Das kann ich von Schorschi nicht behaupten, der fiel fast vom Fleisch Er hatte eine totale antipatie gegen Olivenöl! Bei Ihm ging es soweit , dass er überall Olivenöl roch, sogar einmal beim öffnen einer Flasche DAO- Rotwein kam sein Spruch “ der stinkt nach Olivenöl „ er ernährte sich fast ausschließlich von Schinkensemmeln und Sagres und hatte bis Ende Januar 12 Kg abgenommen . Die Probezeit war damals bei allen 3 Monate und nach 3 Monaten war der Schorschi wieder zuhause. Ich glaube er ist nie wieder nach Portugal gereist. Das erste Wochenende war natürlich Das Meer angesagt. In Figueira da Foz sah ich das erste mal den Atlantik es war ein TraumIch saß alleine an der Uferpromenade am Grande Hotel , das Wetter war herrlich . Bica und ein Aguardente gabs für ca. 1DM. Ich ließ mir sogar die Schuhe putzen für 25 Pf. Die Preise waren für unsere Verhältnisse traumhaft. Preisauszug: Kaffee 25 Pf Cognac 50Pf Essen gehen Menue 4DM Flasch Rotwein 2DM Bier 25Pf Zigaretten 50 Pf Allerdings kostete ein vernünftiges Appartement in einem Neubau schon 350 DM Fast jeden Abend ging ich ins Piolio am Praca de Republica, ein Studentencafe über 1 Stockwerk verteilt nur zum Verständnis Coimbra ist Universitätsstadt ( genaueres in Wikipedia) und da ist schon was los wenn man weiß wo! Im Piolio war immer was los und ich fühlte mich wohl und konnte mich mit meinem englisch und Händen und Füssen schon verständigen. Ich wurde auch in die verschiedensten Discos mitgeschleift, den süßlichen Geruch kannte ich aus dem Ocam in München Schwabing . Los gings erst weit nach Mitternacht bis in die Morgenstunden.(am Wochenende). Das kiffen, war bei denen ganz normal und ich glaube jeder Zweite hatte irgendwo seine Pflänzchen im Garten. Ist ja auch ein perfektes Klima! Die erste Zeit war sehr schwer, weil wir uns nur sehr und mühselig verständigen konnten, Die Kurse in München, waren für die Katz, wir verstanden „0“. Ich telefonierte so 1x die Woche mit meinen Eltern, das war damals noch eine Riesenaktion mit Voranmeldung und einer Wartezeit von bis zu 4 Stunden- kann man sich heute nicht mehr vorstellen. Es war mal wieder soweit anzurufen und sobald ich meine Mutter am Rohr hatte, kam sofort: “ Sie waren da“ Wer war da? Die Feldjäger! OGott! Meine Mutter hatte dicht gehalten wie man so schön sagt. Aber nach dem 3. Besuch ist Sie umgekippt und hat Ihnen die Sache erklärt,- so ungefähr: Mein Sohn ist für 3 Jahre in Portugal von der Arbeit aus. So wurde ich zur Fahndung ausgeschrieben und man wollte mich nach München zurückholen. Ich wusste doch nicht daß in Beija ein Luftwaffenstützpunkt ist! Dann fiel mir ein, dass mein damaliger oberster Chef in München Herr W. Major ad. ist. Es war die Rettung, meine Mutter ging zu Ihm und erklärte Ihm die ganze Sache, er war natürlich begeistert. Aber er hatte anscheinend die richtigen Kontakte und ich hatte auf einmal ein Schreiben für 3 Jahre Wehrrückstellung , oder wie das heißt. Meinen Anschiss bekam ich dann , ich glaube es war im Dezember als auf einmal der Herr W. in Portugal an meiner Seite stand. Es war sein Antrittsbesuch in Portugal er war nun Chef aller Zweigbetriebe . Er sagte zu mir: Herbert mach das nie wieder , wenn was ist komm erst zu mir. Ich glaube ich hatte den Jugendbonus! Er liebte die jungen Leute Nach ca. 4 Wochen wechselte ich in ein anderes Hotel , in einer edlen Gegend von Coimbra „ Vale de Canas „, das Anwesen lag oberhalb der Stadt mit einer tollen Sicht auf Coimbra. Es war ein kleines Hotel mit äußerst angenehmen Wirtsleuten Namens „ Vivaldo“. Ich fühlte mich dort sauwohl. Die waren wie Ersatzeltern für mich. Es war auch ein Treffpunkt der Deutschen also meiner Kollegen. Sie hatten auch zwei Hunde der eine davon hieß „Opa“ er war auch schon gut alt und hatte nur noch 4 Zähne und war auf einem Auge blind wenn er mich sah wusste er es gibt was. Unglaublich aber er hat ganze Zitonen geschluckt , er dachte sich wahrscheinlich erst mal fressen, dann sehen wir weiter. Essen und Trinken waren hervorragend aber es war doch für meine Verhältnisse etwas zu teuer, ( ich musste im Monat 400 DM incl. Frühstück bezahlen )und ich musste zusehen, dass ich in naher Zukunft etwas eigenes finde, das hieß, ein Appartement oder so. Ich verdiente im Monat ungefähr 1300 DM Eine Frau in unserer Montage kam im Monat auf gerademal 150DM Ein Vorarbeiter der eine ganze Familie ernähren musste kam auf 350 DM Ich war reich!!! Ich machte mir oft Gedanken , wie machen die Leute das nur , aber ich hatte noch keinen Zugang zu den normalen Menschen gefunden, denn wir spielten in einer anderen Liga! Es dauerte noch sehr lange bis das Eis gebrochen war. Vielleicht war mir damals auch gar nicht so richtig bewusst , dass ich in einer Diktatur lebe. Es wurde in den Kneipen meistens getuschelt, nie laut gesprochen und man hatte vor irgendetwas Angst, ich glaube auch vor uns! Heute weiß ich auch warum – die Pide ( Portugals Geheimpolizei) Wir mussten in Ihren Augen ja der Kapitalismus pur sein. So vergingen die ersten Wochen immer im gleichen Trott, 8Uhr - Abfahrt Val de Canas 8 Uhr 15 - Kaffee Danubio – 2.Frühstück 8 Uhr 30 - Arbeitsanfang 12 Uhr – 13 Uhr 30 - Mittagspause 18 Uhr 30 - Arbeitsende 19 Uhr zu Hause in Vale de Canas 21 Uhr Piolio oder Cafe Nora essen oder auch nicht Mittlerweile waren auch schon die ersten Mitarbeiter eingestellt worden Und die Halle füllte sich zusehens . Die Maschinen waren am laufen die erste Teile wurden gefertigt. So Mitte Dezember waren wir schon an die 100 Leute. Es ging alles noch etwas holprig aber wurde immer besser. In unserer Cameramontage hatte wir die ersten Mädels und es waren schon sehr hübsche dabei im Schnitt so um die 20 Jahre alt. Ich glaube sie möchten mich. Na ja, für uns waren die Mädchen tabu, das wurde uns eingepleult und damit gedroht uns sofort nach hause zu schicken. Schöne Scheiße, da liegste vorm vollen Fressnapf und darfst nichts essen. Also wurde gearbeitet, gegessen, getrunken und geschlafen. Kurz vor Weihnachten, es war ich glaube der 20. Dezember kam hoher Besuch aus München Dr. Kremp unser höchster Direktor und wollte sich den Stand der Dinge ansehen. Wir waren alle ziemlich nervös aber er stellte sich als sehr angenehmer Mensch heraus. Im Zuge seines Besuchs wurde Ihm die Erste in Portugal gefertigte Fotokamera ausgehändigt. Stolz,Stolz,Stolz. Übrigens, die Kamera hieß AGFAMATIC 50 und es wurden im laufe der Zeit ca. 1 Million in Portugal gebaut . Ich habe aber nie einen Menschen mit diesem Ding fotografieren sehen, auch in keinem Fotoladen war das Teil zu sehen. Ich glaube die sind irgendwie auf hoher See versenkt worden. Versicherungssache oder so! Die Zeit bis Weihnachten verging sehr schnell und an Heilig Abend saß ich bei den Vivaldos und hab mir die Birne vollgeknallt!!! Fast alle waren nach Hause geflogen und ich hatte als Lediger natürlich die A-Karte gezogen und durfte im gesegneten Land als Aufsperrgustl fungieren. Ok, Pereira war auch da , aber der war zu nichts zu gebrauchen, zumindest nicht für das was ich meinte. Am 30. Dezember hieß es 14 Tage „ Heimaturlaub “. Erster Flug in meinem Leben Lissabon – München, alles zusammen : Aufregung , Angst und Neugier. Habe nichts zuhause gesagt, stand auf einmal am Abend in der Türe! Genoss die Tage in München mit meinen Eltern, Geschwistern meiner geliebten Oma und meinen Freunden. Mitte Januar gings gemeinsam mit Rudi P. und seinem Opel Manta zurück nach Portugal. Es war eine unspektakulere Reise ohne irgendwelche nennenswerte Ereignisse. In Coimbra hieß es dann Cameras bauen, Cameras bauen und Cameras bauen. So Mitte Januar begann die Regenzeit und das heißt in Portugal wirklich Regen noch und nöcher. Die Betten waren feucht es gab ja keine Heizung, außer den üblichen Gasfunseln, es war einfach zum kotzen aber wenn man die 2 Monate Januar und Februar übersteht hat man gewonnen. In der Firma hatte sich alles so einigermaßen eingespielt und die Produktion lief auf vollen Touren und L. hüpfte den ganzen Tag rum und rief immer „ Meninas mais Maquinas „ was heißen soll : Mädchen mehr arbeiten. Mir war es echt peinlich gegenüber den Portugiesen, wie man nur so primitiv sein konnte. So Mitte Februar ergab es sich , dass wir einen Tipp bekamen, in der nähe unseres Hotels sein eine Villa zu mieten. Kurz und Gut , ich mietete das Ding für 400 DM im Monat. Mein Häuschen hatte 5 Schlafzimmer , 2 Bäder ,1 Weinkeller (leider ohne noch Wein, aber nicht lange ) 1 Salon mit offenen Kamin , 1 Küche, Wintergarten , Terrasse, Garten und einen wunderschönen Orangenbaum, mit hunderten von zuckersüßen Früchten. Da einige der Furchtlosen die Schnauze vom Hotel auch voll hatten zogen sie bei mir ein, bis sie eigene Wohnungen hatten. Meine Mitbewohner waren von nun an Sch.Otto St.Heinz P. Rudi und Ich Die Jungs hatten je 150 DM abzudrücken und alle waren zufrieden. Ich erst recht! Sie kannten ja den Mietvertrag nicht. Wir leisteten uns eine Putzfrau die uns im Monat 100 DM kostete. Wir gingen auch weiterhin zu den Vivaldos , auch wenn er anfangs noch etwas sauer war , dass wir ausgezogen sind. Die Wochenende nutzten wir die Gegend zu erkunden, so machten wir meist Rudi und ich Ausflüge nach Porto, Lissabon, Serra Estrela etc. Mitte März endlich, der fürchterliche Regen hatte aufgehört und es wurde warm, keinen Schirm mehr keine dicke Jacke mehr und die Betten waren auch nicht mehr feucht. Ende März zogen die Beiden Mitbewohner Otto und Heinz wieder aus, da Ihre Frauen antanzten. Nun blieb das Häuschen für Rudi und mich und Gäste. Und unserem neuen Mitbewohner „ Hacky“ Ein Hundmischling aus 10 verschiedenen Rassen, einfach super. Aber er hatte eine saublöde Angewohnheit. wenn ich morgens mit dem Auto losfuhr rannte er immer daneben her bis ich einfach zu schnell war , natürlich mit Riesengebell. Das war jeden Tag dasselbe! Bis auf einmal , da war es anders . Er rannte wieder nebenher und auf einmal hörte ich ein fürchterliches Krachen und Jaulen , kein bellen mehr. Ich wusste sofort : jetzt hats ihn erwischt. War mir schon klar, dass das mal kommen mußte. Es hatte Ihn unten am Auspuff entlang herausgezogen. Natürlich sofort gebremst, Gott sei dank war Rudi dabei, er kannte sich etwas mit der Anatomie von den Viechern aus. Rudi: „Nicht so schlimm, er hat sich nur das Sackerl verbrennt“, na toll, stell Dir mal vor dir passiert das. Hacky wurde im Wohnzimmer auf die Couch gelegt und mit reichlich Niveacreme versorgt. Als wir Abends kamen, lag er immer noch da, ein Bild für Götter. Zwei Tage später war er wieder voller Tatendrang, aber mein Auto war für Ihn wie Beulenpest. Irgendwann fragte mich Benno D. , ob ich Lust hätte mit Ihm 1 Woche Anfang April nach Spanien genauer gesagt nach Andalusien zu fahren. Ich hatte eh nichts anderes vor, also ok fahre mit. ( Ich kannte Ihn ja kaum ,heute würde ich zu Ihm sagen, „ schau dass Du Land gewinnst „) Die ganzen Sehenswürdigkeiten in Granada – Cordoba – Sevilla- Cadiz- Malaga man muß es gesehen haben! Wir waren genau in der Semana Santa dort , da rennen alle in Zipfelmützen rum, und Du kannst die ganze Nacht nicht schlafen, bei dem Radau. Nicht do Trotz es war super schön . Ach übrigens, in Torremolinos waren wir in einem Golf-Hotel und ich wollte es mal versuchen das “ Golfen „. Also nichts wie an die Rezeption , da labert die Dame irgendwas von Handycap oder so. Keine Ahnung was die wollte , aber sie war sehr nett und es kam ein junger Mann, der uns auf einen Platz stellte einen Kübel mit 200 Bällen gab und sagte: „ probare“! Ich brauchte für die 200 Bälle glaube 2 Stunden mit Pausen , da ich einige male in den Boden drosch und mein Arm ganz schön weh tat. Am nächsten Morgen konnte ich meinen Arm kaum mehr bewegen er war ziemlich blau und tat höllisch weh. Das war mein Golfausflug! Bennos Peugot 504 damals ein Superauto Zurück in Coimbra lief alles wie gehabt ohne größere Probleme, durfte die Mädchen nur anschauen aber nicht anfassen. Kam fast jeden Tag zu spät in die Arbeit, weil ich einfach den Wecker nicht hörte, entweder lags am Wecker , oder am Piolio. Mittlerweile konnte ich schon etwas portugiesisch sprechen , verstehen konnte ich wesentlich mehr. L. konnte nach wie vor nur ein paar Brocken, ich glaube er war einfach zu doof für Sprachen. Als ich Ende 1975 zurückging sagte er immer noch „ Meninas mais Maquinas „. Bis die Tage Gruß Herbi Geändert von serrapinto (21.09.2009 um 15:29 Uhr) |
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Forianer
Registriert seit: 17.09.2009
Beiträge: 561
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Uiiii... Dankeschön :o) Und dann???? :-P
Es hat mich wieder richtig gefesselt, dir so zu zulesen :-D
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Força Portugallien :o) Eu não sei muito, mas uma coisa eu tenho a certeza: Portugal é a minha terra! |
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#13 (Permalink) |
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Forianer
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Hallo meine Lieben,
ich hab noch was für Euch! DER TAG AN DEM ALLES ANDERS WURDE 25.APRIL Es war eigentlich ein Tag wie jeder andere , es war ein Donnerstag und ich fuhr wie jeden Tag arbeiten, es geschah nichts aufregendes. Abends gingen wir zu den Vivaldos zum essen wie so häufig. Es muß so gegen 23 Uhr gewesen sein , es lief der Fernseher wie immer. Auf einmal rauschen, kein Bild mehr Herr Vivaldo ging hin und fummelte an dem Ding ein bisschen rum, plötzlich war ein Militärheini mit Monokel auf dem Bildschirm. Ich dachte das sein irgendein Film, dann war nur noch wildes Durcheinander ,schreien, heulen, Freude ängstliche Gesichter alles durcheinander. Es dauerte bestimmt einen halbe Stunde, bis ich eigentlich begriff, was da passiert ist. Das Militär hatte den Diktator Caetano gestürzt!!! Ich konnte die Sache nicht so richtig einordnen. Das Telefon war tot, lediglich General Spinola war auf dem Bildschirm zu sehen. Wir waren fast die ganze Nacht bei den Vivaldos, wir wussten ja nicht ob uns auch jemand an die Wäsche will und bei den Vivaldos fühlten wir uns etwas sicherer als allein im Haus. Zumal der Schwiegersohn vom alten Vivaldo auch beim Militär war und auch immer seine Walther bei sich hatte. Er war es auch der irgendwie Informationen wo auch immer herhatte, dass es einen friedlichen Umsturz gegeben habe, das Militär hatte alles in Griff und es besteht keine Gefahr für Leib und Leben. „Die sogenannte Nelkenrevolution“. Ich war dabei!!! Also machten wir uns am Morgen auf in die Firma. Bis zur AGFA wurden wir 2-3 mal vom Militär kontrolliert, aber das wars schon. In der Firma angekommen war schon reges Treiben es wurden als erstes die Leute die trotzdem gekommen sind nach Hause geschickt, es wurde bis Montag bezahlte Freizeit versprochen. Unter uns Deutschen wurde ein Notfallplan herausgegeben, wer wen im Notfall zu informieren hat. (haben wir Gott sei dank nie gebraucht) Gegen Mittag waren wir schon wieder bei den Vivaldos, wo sich im nach hinein herausstellte dass die Familie Vivaldo im Untergrund kräftig mitgemischt hatte. Das haben sie gut gemacht wir haben gar nichts gemerkt. Die nächsten Tage blieben wir nur im Haus oder bei den Vivaldos. Es gab in Coimbra ein paar Prügeleien, vor allen die Pide Leute( alte Geheimpolizei) haben mächtig Prügel bezogen, aber auch mit recht! So habe ich die Nelkenrevolution erlebt , nicht sehr spektakulär oder? Die Lage hatte sich schon sehr beruhigt und wir fuhren am Montag wieder in die Arbeit. Aber irgendetwas war anders, ich konnte es fühlen aber ich wusste nicht was es war. Es lag ein Knistern in der Luft. Lange dauerte es nicht bis sich die Leute rührten, nach kurzer Zeit waren die ersten Gewerkschaften da, Betriebsrat und Vertrauensleute wurden gewählt, es gab mehr Kohle und mehr Urlaub, Coca-Cola und Marlboro waren auch zu haben und alles wurde schlagartig teurer. Neue Feinschmeckparadiese entstanden MC Donald und Co. Parteien wurden gegründet auch die Kommunisten waren auf einmal da! Unserem Schlagmann an der Gallere glaube ich wurden auch die Flügel gestutzt von wem auch immer, es hat geholfen. Er war eine Woche krank was normal nicht vorkam und er hatte ein etwas verschobenes Gesicht. Ich glaube er ist irgendwo gestürzt. Er wurde ganz brav. Das lästige an der ganzen Sache, war die ständige Präsenz des Militär. Jetzt hatten wir eine Militärregierung! Anfang Juni fuhr ich mit Rudi an die Algarve nach Quarteira in ein Bungalowdorf. Wir machten eine Woche Strandurlaub –Sonne-Sand und Sünde Gut erholt zurück nach Coimbra, ich glaube ich sagte damals das erste mal“ nach Hause „!!! Das war damals noch eine richtige Reise von 8-10 Std. Jetzt ist das alles Autobahn und ich bin es schon in 4 Std. gefahren, eigentlich vor der Haustür. Als wir eines Abends von unserer Tour durch Coimbra nach Hause kamen, du Schreck, im Haus war eingebrochen worden. Es wurde einiges geklaut nichts großartiges, aber es war ein eigenartiges Gefühl der Unsicherheit fortan in mir und auch Rudi fühlte so. Ich glaube es war Mitte Juli als mein Bruder anrief. „ Hi, Du ich komm am 25 Juli mit ein paar Spezln für 2 Wochen“. Ich sagte natürlich ok passt schon. Mein Bruder ist 1 ½ Jahre jünger als ich und hatte gerade seinen Führerschein gemacht. Am 23 Juli rief ich meine Mutter an , ob mein Bruder tatsächlich kommt, die Antwort: „ die sind schon unterwegs“. 2 VW Käfer und 4 Mann. Am 25 Juli saß ich wie auf Kohlen , wartete den ganzen Tag . Spät in der Nacht kam ein Anruf der Guardia Civil:“ bei uns sind 4 Mann aus Deutschland“ ich sollte sie abholen, gesagt getan. Jetzt musste ich auch mein Versprechen einhalten, : Vor meiner Abreise nach Portugal, habe ich allen die ich gut kannte , versprochen, wer mich besucht braucht nur seine Reise zu bezahlen den Rest mach ich. So die ersten 4 waren schon da! Und ich kannte viele! Die nächsten 14 Tage ließen wir es uns gut gehen , 1 Wochenende in Lissabon mit allem was dazugehörte, einschließlich Hafenviertel, Texas-Bar , Bar- Atlantico usw. 4Tage zelteln in Praia da Mira. Ausflüge nach Nazare ,Porto usw. Der Spaß kostete mich 1500 DM, ein Haufen Geld! Ach ja, bei unserem Ausflug nach Nazare , wir waren gerade am Strand, weil es besonders hohe Wellen gab, wurden an unseren beiden Autos die Seitenscheiben eingeschlagen und alles geklaut ,3 Fotoaparate sämtlich Handtäschchen, diese blöden Dinger wo man alles reinpacken kann waren damals auch für Männer in! Es war alles weg, alle Ausweise, Bargeld , einfach alles. Vor der Revolution wäre das nicht passiert, da hättest du 1000 DM offen im Auto liegen lassen können. Aber auch das ist der Preis für ein freies Leben! Meine Jungs bekamen von der Polizei Ersatzpapiere damit sie wieder heimkommen. Das war ein blaues Din A4 Blatt mit jeder Menge Stempel und ein bisschen Gekritzel drauf. Es stand irgendwas von „ Roubado „ ( geklaut)drauf. Als ich mit meinem Bruder nach seiner Heimreise mal sprach, sagte er: Die haben an den Grenzen Spanien und Frankreich den blauen Zettel nur gesehen und sofort durchgewunken, wahrscheinlich waren sie nicht die ersten und dachten , „o Je diese armen Schweine“. In der zweiten Augustwoche trat ich meinen Urlaub an. Ich hatte 3 Wochen zum Faulenzen, dachte ich! Es war am 17. August ich weiß es noch wie heute, auf einmal Mitten in der Nacht ein Riesen Krach vor unserem Haus , nichts wie raus, und da standen Sie ,Werner auch Gent genannt ( weil er so einen Beckenbauerstil hatte), Heinzi auch Fuzzy genannt , Leo, Rudi und Manni. Meine Fussball- Spezl waren gekommen die halbe Mannschafft mit 3 Autos, wollten mich überraschen, was Ihnen auch gelang. So das gleiche Programm wie vor 3 Wochen, nur etwas verkürzt, weil sie ja eigentlich nur auf der Durchreise waren. Die Durchreise zog sich ca. 2 Wochen hin, sie haben sich immer wieder verfahren, und sind immer wieder bei mir gelandet! Das war mein erster Sommer in Portugal! Die nächste Zeit bis ca. Mitte Oktober verbrachten wir mit arbeiten und unseren allabendlichen Runden ins Piolio, Cafe Nora bei den Vivaldos oder im Tem Tem einem super Brasilianer oder auch beim Billiard spielen. An den Wochenenden waren wir meistens in Praia da Mira wo wir ein Hauszelt über die gesamte Saison stationiert hatten. Es war immer was los und ich war ständig auf Achse. In der Firma lief alles wie es sein sollte, es wurden Fotos gebaut ohne ende aber nur für wen??? Doch irgendetwas stimmte nicht, meine Mädchen an den Montagebändern waren ständig am tuscheln. Aber für was hat man denn seine Wasserträger, meiner war mein Freund Madeira, der als Vorarbeiter bei mir war. Ein Super Typ, er hat mich ständig mit Bagacco und Bier versorgt Und auch diesesmal konnte ich mich auf Ihn verlassen. Er zeigte mir , als wir uns zusammen ein Bierchen genehmigten, ein Bild. Dieses Bild veränderte auf einen Schlag mein Leben!!! Das Bild zeigte einige unserer hohen Herren mit “ meinen Mädchen aus meiner Montage „ in eindeutigen Positionen! Das war mein Startsignal! AUF DER PIRSCH Nun war ich nicht mehr zu halten, es wurde gefiltert, welcher Typ welch Haarfarbe, o Gott, es waren so viele! Mein „Freund L.“ bekam das natürlich auch mit, und muckte auf, ich fragte Ihn, ob er denn schon mal ein paar bestimmte Bilder gesehen hätte. Damit war alles erledigt, und ich hatte freie Bahn. ( übrigens, die Personen auf den Bildern waren alle schon brav verheiratet aber nicht mit den Mädels auf den Bildern- wie man nur so blöd sein kann- ich meine sich dabei fotografieren läst) Jetzt war es aus mit dem Billiard spielen , Fussballtraining, in Mira Boccia spielen usw. ich hatte für solchen Kram keine Zeit mehr auch meinen WG Genossen Rudi bekam ich kaum mehr zu Gesicht. Natürlich bekamen das die Mädels nun auch mit, dass ich auf einmal Interesse am weiblichen Geschlecht zeigte ( sie wussten ja nicht , dass ich den AGFA Keuschheitgürtel anhatte aber nun den Schlüssel hatte!!! ) Es wurden mir Zettelchen zugesteckt und ich bekam kleine Geschenke ( meistens Bagacco) es wurde mir einfach zuviel und ich freute mich schon auf den Weihnachtsurlaub, der von 08.12. – 27.12 geplant war. Wir, Rudi und ich entschlossen uns das schöne Haus in Vale de Canas aufzugeben und uns eine Wohnung in der nähe unserer Firma zu suchen, Über einen Bekannten bekamen wir eine schöne 3 Zimmer Wohnung keine 500 Meter zur Firma. Der Einzug sollte nach dem Weihnachtsurlaub stattfinden. Fortsetzung folgt |
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Forumshexe
Registriert seit: 08.09.2009
Ort: Azóia direkt am Cabo da Roca, von dem Luis Camões sagt: "aqui - onde a terra se acaba e o mar começa..."
Beiträge: 2.120
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es ist wirklich faszinierend:
beim zweiten mal lesen ists genauso spannend...
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um abraço da Chica, der forums tlm: +351 91 993 1234 Erfolg ist so ziemlich das Letzte, was einem vergeben wird. (Truman Capote) Ferien/Überwintern: "Pousadinha Atlântico" | mein "tagebuch": montes da lua | was ich "eigentlich" mache: wortwerke Die Portugallier bei Facebook |
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Forianer
Registriert seit: 17.09.2009
Beiträge: 561
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Gib mir mehr!!!! :o) Ich liebe deine Art zu schreiben... So spannend und dabei einfach und direkt... Wirklich toll... Hab's wieder verschlungen :o)
Bei Chica geht es mir da übrigens nicht anders, aber das ist wohl berufsbedingt :o) Macht wirklich Spass bei euch beiden zu lesen :o) Danke, dass ihr uns so an eurem Leben teilhaben lasst :o)
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Força Portugallien :o) Eu não sei muito, mas uma coisa eu tenho a certeza: Portugal é a minha terra! |
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Forianer
Registriert seit: 21.09.2009
Ort: Berlin
Beiträge: 30
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Ja es ist spannend geschrieben
![]() LG Sigrid Geändert von sigrid (21.09.2009 um 21:41 Uhr) |
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Forianer
Registriert seit: 16.09.2009
Ort: München/Coimbra
Beiträge: 41
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Weiter gehts!!!
WEIHNACHTSURLAUB mit HINDERNISSEN Am 08.12 gings ab nach Lissabon ,ich parkte mein Auto am Flughafen. Da mein Flug erst am 09.12 mittags war hatte ich noch einen schönen Tag für Lissabon. Ich quartierte mich im Hotel Jupiter ein, dort war ich schon bekannt, als o´Allemao .( „der Deutsche“ ) Ich wurde stets mit Handschlag begrüßt, und die blöden Touris schauten immer ganz doof. Dann gings ab auf die Piste volles Programm. Das Zimmer hätte ich mir sparen können, hab nur den Koffer geholt und bezahlt.( + fürstliches Trinkgeld wie immer) Um 14°° ging mein Flieger, irgenwann um 18°° oder so kam ich in München Riem an. Es war ein Empfang , wie ein Traum alle meine Kumpels waren mit Portugal T-Shirts angetreten, ich hatte Tränen in den Augen! Abends im Ostlerheim ließen wir es mächtig krachen. 3 Tage später war die Weihnachtsfeier im Ostheim angesagt. Es lief auch alles glatt bis ich um ca. 11°° auf dem Weg zur Toilette unglücklich ausrutschte und mir den Fuß verletzte. Natürlich stocknüchtern! Auf alle Fälle, bin ich erst am nächsten Tag zu Hause im Wohnzimmer aufgewacht, und wollte aufstehen: Es tat höllisch weh und ich betrachtete meinen linken Fuß, oh weiha, er war total geschwollen, ab ins Neu-Perlacher Krankenhaus. Ich dachte ok, Weihnachtsurlaub gelaufen , Gips und zu Hause bleiben. Es kam anders: Operation, sechs Wochen Klinik.( über Weihnachten und Sylvester) (Da durfte man noch im Zimmer rauchen und ein bisschen Bier trinken!!!) Mitte Februar war ich wieder auf Achse, hatte ein Laufgestell aus Leder mit Federung bekommen. Dieses blöde Gestell hat mich zusätzlich 2 Wochen Klinik gekostet, weil es eine Sonderanfertigung war, und zuwenig Personal im Herstellerbetrieb war. Das Ding hatte ich nur 3mal an, bei der Entlassung und bei der ersten und zweiten Nachuntersuchung. Bei der ersten Nachuntersuchung bekam ich vom Onkel Doktor einen Anschiss, weil das Ding noch so neu aussah, und er meinte ich bewege mich zu wenig! Da hätte er mal in den Laterndlkeller kommen sollen!!! ( war unsere Stammdisco am Rosenheimer Platz ) Übrigens bei der 2. Nachuntersuchung hat er nichts mehr gesagt. Habe meiner Schwester das Ding angeschnallt 20 DM in die Hand gedrückt und die ist dann damit stundenlang am Balkon rumgerannt. Für was hat man den die liebe Verwandtschaft? So mitte Februar muß es gewesen sein, als ich meine Krankenverlängerung wieder in der AGFA abgeben musste Als ich den Rudi traf, er war auch gerade auf Heimaturlaub und wir gingen zusammen zu Salvino Pizza essen. Da sagte er: wieviel Bonus hast Du denn bekommen! O la la, da stellte es mir aber die Lauscher auf!!! Es stellte sich heraus, dass alle deutschen Mitarbeiterin Portugal einen Sonderbonus erhalten haben. Am nächsten Tag war ich auf der Deutschen Bank und überprüfte mein Konto: nichts! Anschließend sofort zu meinem Freund Dr.W , für mich hatte er immer Zeit, hat sofort die anderen rausgeschmissen und sich meinem Anliegen gewidmet. Er telefonierte nach Leverkusen und was weis ich wohin noch. Sache war, am nächsten Tag hielt ich einen Auszahlungsschein für die Betriebskasse in Höhe von 5.000 DM in den Händen. Eine Stunde später hatte ich die Kohle in den Händen . Die nächsten Tage lebten sich sehr viel leichter und meine Familie bekam auch was von dem Kuchen ab. Mein Tag der Abreise nach Portugal stand auch schon wieder fest , es sollte der 09.03.1975 sein. Übrigens: ca. einen Monat später rief mich meine Mutter an, die bekam ja meine Bankauszüge, dass aus der Schweiz 5000 DM von irgend jemand überwiesen wurden! Komische Sache Hi Hi. EINE AUSSERGEWÖHNLICHE REISE Ich hatte beschlossen, nicht mit dem Flugzeug sondern mit dem Zug nach Portugal zurück zu fahren. Gesagt getan : Abfahrt: München Hbf – 22°° 1° Klasse -Schlafabteil für 2 Personen mein Abteilgenosse war ein älterer Herr aber sehr angenehm und wir unterhielten uns über die verschiedensten Sachen und so um 1°° fielen mir die Deckel runter. Um 7°° weckte mich ein komisches Geräusch wir waren schon im Gare de Nord angekommen und mein Genosse hatte es auch verpennt. Ich musste mich sputen, weil ich den Zug Richtung Süden erwischen musste, und der ging um 8Uhr 30 von einem anderen Bahnhof auf der anderen Seite von Paris, und wer Paris kennt, weiß wie lange man morgens durch die Stadt braucht! Aber ich habe es geschafft und den Zug Richtung Süden erwischt. Abfahrt: Gare de? – 8 Uhr 30 1° Klasse – 4 Personen Abteil Das Wetter passte super und ich konnte nun Frankreich richtig genießen. Es wurde Frühstück gereicht und ständig kam jemand und fragte ob alles passe. Zum Mittagessen wurden wir in den Salon gebeten und es gab ein feudales 5 Gänge Menue. Jetzt wusste ich auch, warum diese Reise mehr als der Flug gekostet hat ( die Flüge kosteten damals noch ca. 1300 DM einfach, es gab noch keine Charter nach Lissabon.) Ich lies es mir gut gehen und so kurz nach dem Mittagessen um ca 17 °° kamen wir in Irun an der spanischen Grenze an. Nun hieß es aussteigen und in den spanischen Zug umsteigen. Jetzt erst verstand ich warum , die Spanier haben schmalere Schienen . Also neuer Zug neues Glück. Abfahrt: IRUN 19°°- 1° Klasse Schlafwagen Einzelabteil m. Bad &WC Leider habe ich von Spanien nichts mehr gesehen da es schon dunkel war, aber ab 21 °° war Abendessen angesagt, und das war fantastisch. Es gab nur vom feinsten und ich hatte tolle Tischgesellen, das ganze zog sich bis bestimmt 2°° oder so und ich war mächtig prall von den Unmengen von CARLOS °1. Um 9°° weckte mich der Stewart und sagte, wir seien in ca 1 Stunde in Coimbra. Ankunft : Coimbra Station B ca. 10°° Wer steht da RUDI! DA WAR SIE !!! Bis später Gruß Herbi
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#18 (Permalink) |
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Forianer
Registriert seit: 17.09.2009
Beiträge: 561
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Menno... Du hörst immer dann auf, wenns am spannendsden ist (wann ist es denn mal nicht spannend??? ^^)...
Hab ich dir eigentlich schon mal gesagt, wie toll ich deine Art zu schreiben finde??? Ich muss mich nur immer wieder an die Zeit erinnern! Deine Angaben sind so detailiert, dass man meinen könnte, es sei erst vor ein paar Wochen/ Monaten passiert...WUNDERSCHÖN!!! Ich freue mich schon riesig auf die Fortsetzung :o) LG Claudi
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Força Portugallien :o) Eu não sei muito, mas uma coisa eu tenho a certeza: Portugal é a minha terra! |
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#19 (Permalink) |
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Forianer
Registriert seit: 21.09.2009
Ort: Berlin
Beiträge: 30
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Stimmt bitte noch mehr
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Lieben Gruss Sigrid
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#20 (Permalink) |
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Fotomine
Registriert seit: 16.09.2009
Ort: Lisboa & Dortmund
Beiträge: 1.199
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Suuuuuuper!!!
![]() Bitte weiterschreiben! Ich les es zum ersten Mal und find's einfach toll! Ist wie in "alte Zeiten" abtauchen und "live dabei sein" - obwohl ich sie nicht erlebt habe! Cool! Und die Fotos erst Danke! Mach weiter, bittebitte...
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Bruxa em terceira geração Correr mundo, correr risco. O resto é seguir vivendo... Renato Braz E o povo, Pá? - Homens da Luta
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