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17.11.2009 14:51 #1Forianer
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Krankenkassenfrage - privat oder gesetzlich vor der Auswanderung
Hallo zusammen,
zumindest das Suchwort "Krankenkasse" hat mir nicht wirklich weitergeholfen.
Im alten Forum gab es ja zahlreiche Beiträge zu allen möglichen Krankenkassenarten, bzw. -versicherungen und was besser ist usw. Dazu wird es wohl eh von Fall zu Fall unterschiedliche Antworten geben.
Ganz detailliert muss ich das ja jetzt ja auch noch nicht planen, ich habe nur einen Frage:
Gibt es einen Unterschied, bzw. Vor- und/oder Nachteile (in Portugal) für mich, wenn ich beim Auswandern von Deutschland nach Portugal privat krankenversichert, anstelle gesetzlich versichert bin?
Vielen Dank schonmal für eure Antworten.Viele liebe Grüße
MultiSync
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17.11.2009 15:03 #2Forumshex'
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olá -
nur zum besseren verständnis:
meinst du dann in PT gesetzlich bzw. privat versichert?
oder noch in D?
wenn du hier in PT gesetzlich versichert bist, hast du - je nach wohnort - unter umständen sicher damit zu rechnen, dass du lange wartezeiten hast, dass du eben auch keinen so guten "familienarzt" im centro de saude hast und was der unwägbarkeiten mehr sind.
vorteil gesetzlich: du bist versichert bis ans lebensende
bei einer privaten KV in PT hast du mehr oder weniger freie arztwahl. wobei wohl alle PKVs eine liste von ärzten/kliniken haben, mit denen verträge bestehen und bei denen deshalb die kosten komplett übernommen werden. wenn du zu einem arzt/einer klinik gehst, die nicht auf dieser liste steht, zahlst du einen bestimmten anteil.
nachteil PKV: momentan versichern die alle nur bis zu einem lebensalter von 75.
es gibt aber so genannte expat-versicherungen (eine deutsche, die würzburger) und drei ausländische (eine dänische, eine holländische und eine britische), die auswanderer ganz gut absichern.
kuckst du mal hier zum vergleich:
Vergleichsrechner 1 Jahr bis unbefristet
ist halt alles ein rechenexempel.
die expats-versicherungen bieten z.t. bis zu einem halben jahr auch schutz im heimatland, aber nicht bei einer rückkehr im rentenalter.um abraço da Chica, der forums
tlm: +351 91 993 1234
„Wer widerspricht, ist nicht gefährlich. Gefährlich ist, wer zu feige ist zu widersprechen.“
Napoleon I. Bonaparte
"Leben in Portugal": Die große Info-Datenbank der Portugallier
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17.11.2009 15:10 #3Forianer
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Olá Chica,
danke für die schnelle Antwort!
Ich meinte eigentlich, ob es auf meine mögliche Versicherung in Portugal Einfluss hat, wie ich zum Zeitpunkt der Auswanderung in Deutschland versichert bin.
In Deutschland muss ich ja z.B. erst die 3 Jahre über der Einkommensgrenze liegen, um in die private KK zu kommen.
Und evtl. könnte meine deutsche "Vorversicherung" ja einen Einfluss auf meine Wahlmöglichkeiten in Portugal haben.
Klingt aber nicht so.
Von daher hast du mir sogar noch viel mehr Infos gegeben, als ich meinte-perfekt!
Ich bin doch noch in der langwierigen groben Vorplanungs- und alle Möglichkeitenberücksichtigungsphase..
Viele liebe Grüße
MultiSync
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17.11.2009 15:55 #4
bei Deiner Planung ist u. A. zu berücksichtigen.
Zunächst weiß man ja nicht, wie lange der Auslandsaufenthalt dauert. Also würde ich nur mal für das erste Jahr planen. Das heißt -in Deutschland eine Reisekrankenversicherung auf ein Jahr abschließen. Bei ADAC, deutsche Reisekrankenversicherung usw. ist das möglich.
Das ist die billigste und beste Möglichkeit, sich im Ausland privat zu versichern. Nicht vergessen, mit seiner Krankenkasse darüber zu sprechen, dass man sich die Anwartschaft auf deutsche Leistungen erhält. Dabei ist auch zu berücksichtigen, dass chronische Erkrankungen bei dieser Auslands- Krankenversicherung nicht versichert sind.
Falls man in Portugal arbeitet - egal ob als Angestellter oder Selbständiger - ist man automatisch gesetzlich in Portugal versichert. Diese Zeit wird in Deutschland voll angerechnet.
Besteht diese gesetzliche Sozialversicherung aus o. g. Gründen (man hat einen Arbeitsvertrag oder eine Gewerbeanmeldung) - so sollte man sich separat privat krankenversichern, falls es der Geldbeutel zulässt.
Wählt man die Selbständigkeit, so kann im Rahmen des sog. "recibo verde", was in etwa der deutschen Ich-AG entspricht - ein Jahr lang die port. gesetzliche Sozialversicherung kostenlos in Anspruch genommen werden.
Bei der zusätzlichen Privatversicherung besteht eine preisgünstige Möglichkeit - über einen Gruppenvertrag z. B. bei der AFPOP. Nicht empfehlenswert sind Zusatzversicherungen bei port. Versicherern. Dann eher eine Vollversicherung. Dabei kommt es immer auf den Einzelfall - auf die persönliche, indivduelle Gewichtung des Leistungsangebotes an, sodass man pauschal dazu keine vernünftige Aussage machen kann. Sogar in Deutschland kann man eine Vollversicherung abschließen, jedoch max. auf 5 Jahre. Das ist eine teuere Variante, aber mit den gewohnten Leistungen der privaten Krankenversicherung und deutschen Versicherungsbedinungen.
Alles Weitere ist Zukunftsmusik und ergibt sich aus den dann vorhandenen Gegebenheiten.Wolfgang
Der Edle strebt nach Harmonie, nicht nach Gleichheit. Der Gemeine strebt nach Gleichheit, nicht nach Harmonie.
(Konfuzius)
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17.11.2009 16:19 #5
Unsere Website: Leben in Portugal - Informationen für Urlauber, Auswanderer und Residenten.
É sexta-feira, suei a semana inteira,no bolso não trago nem um tostão, alguem me arranja emprego... Boss AC - Sexta-feira
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19.11.2009 14:55 #6Forianer
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Hallo Wolfgang,
hallo Nana,
super, vielen Dank für die hilfreichen Antworten!
So eine "Auslandskrankenversicherung" hatte ich noch gar nicht auf dem Schirm.
Auch eine mögliche Anwartschaft hatte ich nicht berücksichtigt. Schon traurig, dass man bei der Planung gleich wieder vom Scheitern ausgehen muss..aber sicher ist sicher.
Wenigstens kann ich dann wie geplant noch in die private wechseln, so lange ich hier bin.
Selbstständigkeit kommt eh nicht in Frage für mich- dazu wurde im alten Forum ja schon reichlich geschrieben..Viele liebe Grüße
MultiSync
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01.12.2009 11:14 #7
Hallo allerseits,
Wer in Deutschland privat krankenversichert ist, sollte in jedem Fall mit seiner Versicherung sprechen.
Manche Versicherungen kann man mitnehmen. Beispiel HUK Coburg: Sofern man innerhalb der EU bleibt, muß kein Wohnsitz in Deutschland vorhanden sein. Dt. Kontoverbindung ist von Vorteil wegen Lastschrift, sonst trägt man halt die Überweisungsgebühren. Leistungen wie in Deutschland. Vorteil, man kann jederzeit von D nach PT oder umgekehrt ziehen. Wie gesagt, außerhalb der EU gilt dies nicht!
Mit der Pflegeversicherung ist das etwas anderes, die Pflegepflichtversicherung entfällt bei Wohnsitz außerhalb D, man kann sich aber freiwillig weiterversichern. Im Pflegefall bekommt man dann in PT ein Pflegetagegeld. Bei Rückkehr nach Deutschland natürlich die vollen Leistungen, somit also mehr als empfehlenswert, diese Versicherung weiterzuführen.
Hatte vor einigen Tagen eine Doku über Rentner aus Spanien gesehen, die im Pflegefall nach Deutschland zurück mußten, da die Pflegeversicherung keine Sachleistungen im Ausland erbringt. Und das obwohl die Kosten für die Pflege in D doppelt so teuer sind. Das war schon erschreckend!
Auch wenn das Thema Rente & Alter noch weit weg sind, die Weichen sollte man früh genug stellen.
LG, schaeta
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01.12.2009 12:47 #8Forumshex'
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guten morgen schaeta -
vielen dank für die ausführliche info.
ein hinweis allerdings ist mir unverständlich:
meines wissens gibt es da keine - innerhalb der EU, und unter einem betrag von ich glaube 12.000,--sonst trägt man halt die Überweisungsgebühren.um abraço da Chica, der forums
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01.12.2009 13:35 #9
Hi Chica,
das mit den kostenlosen Überweisungen innerhalb der EU habe ich wohl verpasst - hab's gerade nochmals bei der Bank nachgelesen.
Die Rechnungen für die Krankenkasse müssen übrigens nicht übersetzt werden, einfach wie gewohnt in Deutschland einreichen.
Nach den diversen Posts und auch anderen Infos im Internet war ich ziemlich verwirrt und dementsprechend begeistert, als ich unten stehende Info von der HUK bekam.
LG,
schaeta
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02.12.2009 14:41 #10Forianer
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moin
Was Überweisungen betrifft dürfen Banken durchaus Gebühren verlangen, Auslandsgebühren dürfen aber nicht höher sein als Inlandsgebühren.
Lastschrift entfällt, also muss man sich um Überweisungen selber kümmern, das kann dann schon ein Unterschied sein.
GKV Portugal: Ganz einfach: Gibts nicht.
Das Krankenversorgungssystem ist staatlich. Wird leider immer wieder mit der Sozialversicherung verwechselt. Auch in DE ist Renten- und Krankenversicherung nicht das Gleiche.
Was man benötigt ist ein Carta~o Utente. Man kann auf typisch portugiesische Art drankommen... Schwerer wirds wenn man ohne Hilfe in ein Centro Saúde eingetragen werden will. Die meisten sind überlastet und nehmen keine neuen Kunden auf.
Für die ersten fünf Jahre Aufenthalt benötigt man den Nachweis einer Krankenversicherung.
LG Martin
PS Die Tilde muss man sich selber basteln...
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